Westfälische Rundschau am 22.12.2009:estfälische Rundschau am
Ausdrucksstark
Ein gelungenes Jubiläumskonzert
von Christel R. Radix
Ergste. „Ein Jubiläum jagt das nächste: Gestern Dortmund und 100 Jahre BVB, heute Ergste”: Launig begrüßte der evangelische Pfarrer Gössling die über 300 Gäste am Sonntagnachmittag in der katholischen Kirche St. Monika zum Jubiläumskonzert des Ökumenischen Chores Ergste.
Vor 90 Jahren war der Kirchenchor, eine der Wurzeln des heutigen Klangkörpers, gegründet worden.
Singend zogen der klangschöne, ausdrucksstarke Chor und die großartigen Solisten mit dem Magnificat von Jacques Berthier in die Kirche ein. Zu den rund 45 aktiven Chormitgliedern gesellten sich zehn Gastsänger, die anlässlich des 90. Jubiläums in diesem Jahr die Sängergemeinschaft bereicherten. Unterstützt wurde der Chor durch das Kammerorchester Barbara Stanzeleit, Lucia Mayr (Harfe), Jürgen Henter (Orgel) sowie den Solisten Annika Berger (Sopran), Anne Kochanek (Mezzosopran), Elke Lingemann (Alt), Thomas Weiß (Tenor) und James Tolksdorf (Bass). Die Gesamtleitung hatte Werner Broszeit.
Einfühlsam, weich und gefühlvoll interpretierten die Sängerinnen, Sänger und Musiker die einzelnen Musikstücke. Die beeindruckende musikalische Fülle und der raumgreifende Klang beseelte die große Hörerschaft. Fassettenreich entfaltete sich die Wirkung der Musik im Kirchenschiff. Der imposante ökumenische Kirchenchor begeisterte mit seinem sauberen Klangbild. Sologesänge und Kombinationen gleichzeitig singender Solisten machten das Konzert zu einem abwechslungsreichen und vielschichtigen Erlebnis.
Einer der Höhepunkte war sicherlich das Oratorio de Noel op.12 von Camille Saint-Saens. Voller Frische und mit melodisch-rhythmischem Schwung brachten Chor, Orchester und Solisten die Interpretationen der Partien dieses Weihnachtsoratoriums zu Gehör. Stimmgewaltig und unter Mitwirkung aller Musiker erklang zum Schluss der Chorsatz „Halleluja” von Georg Friedrich Händel aus dem Oratorium „Der Messias”.
Die gelungene Programmzusammenstellung durch den Organisten und Chorleiter Werner Broszeit, der Komponisten eingebunden hatte, die ebenfalls in diesem Jahr ein Jubiläum feierten, und die blendend aufgelegten Sänger und Musiker ließen das anspruchsvolle Jubiläumskonzert zu einer erhebenden und gefühlsbetonten Aufführung werden.
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