Westfälische Rundschau am 18.12.2007:estfälische Rundschau am 18.12.2007:
Überwältigendes Festkonzert
Ergste. (kfm) Viele zusätzliche Stühle reichten nicht aus, um Sonntagnachmittag den Andrang in St. Monika Ergste, beim Festkonzert zum zehnjährigen Bestehen des ökumenischen Chores Ergste zu bewältigen.
Unter der Leitung von Werner Broszeit wirkten Astrid Gerdsmann (Sopran), Susanne Pritz (Alt), Gerhard Ziemann (Tenor), Ernst Ruhwedel (Trompete) sowie das von Claus Eickhoff dirigierte Ruhrstadtorchester und der in blendener Form mit Angelika Sult agierende Chor der ev. Grundschule mit. Nach dem strahlend-frischen Auftakt mit Georg Philipp Telemans Sonata in D für Trompete und Orchester, imponierte Gaetano Schiassis „Weihnachtssinfonie” - mit ihrem frisch-fröhlichen Allegro und der bezaubernden Hirtenmusik. Brillante Sopran-Koloraturen und die gute Akustik des Kirchraums, beeindruckten anschließend in Georg Friedrich Händels Arie für Sopran, Trompete und Orgel „Let the Bright Seraphim”. In Adolphe Adams „Gloria” hätte man sich bei den Sopranstimmen und dem Tenor-Solo, etwas mehr Strahlkraft gewünscht. Temporeich-frisch kam dann Alessandro Scarlattis Arie für Sopran, Trompete und Orgel „Rompe Spressa” an. Die beliebte Christkindlmesse in C, des schlesischen Spätromantikers Ignaz Reimann, erfreut sich bei vielen Chören wegen ihrer Melodienfülle und guten Aufführbarkeit, großer Beliebtheit. Chor und Orchester, sowie den drei Solisten und Werner Broszeit an der Orgel, gelang eine bemerkenswerte Aufführung - mit einem einfühlsamen „Kyrie” und dem dynamisch entwickelten „Sanctus”. Ganz bezaubernd wurde von Chor und Solisten das „Benedictus” entfaltet. Nach dem romantischen „Agnus Dei”, gab es überaus verdienten Beifall. Anschließend gab es den ganz tollen, gefeierten Auftritt des Kinderchores der ev. Grundschule. Rhythmisch exakt vorgetragen imponierte das Schweizer Sternsingerlied nicht weniger, wie das temporeich und mit sehr deutlicher Aussprache gestaltete „Stern über Bethlehem”. Keine Probleme hatten die tüchtigen jungen Akteure mit dem spanisch-englischen „Felix navidad” und mit Händels strahlend vorgetragenen beliebtesten englischen Weihnachtslied „Freue dich Welt”. Einen brillanten Ausklang boten dann beide Chöre mit Orchester und Solisten in Joseph Schnabels berühmtem „Transeamus usge Bethlehem”. Es gab wirklich hochverdiente Beifallsstürme und Blumen und mit Adolphe Adams „Holy night” eine gern gewährte romantisch-stilvolle Zugabe.
Karl-Friedhelm Michael |